Plaudereien

22
Feb
2007

Leben in der Warteschleife

Das Warten hat ein Ende - es lebe das Warten!

Es ist viel geschehen seit April letzen Jahres:

1. Der Briefträger kam tatsächlich mit dem ersehnten Schreiben, warf ihn achtlos in den Briefkasten, seine Händen hätten dabei brennen müssen.
2. Dieses Schreiben war Auslöser einer weiteren Zeit der Aufregung.
3. Das Ende dieser Phase war gekrönt durch das Vorstellen und Verteidigen einer Arbeit, aus der die Eignung für das Studium erkennbar sein sollte.
4. Wieder in der Warteschleife.

Doch dann - endlich!

Wir schrieben den achtundzwanzigsten Juli des Jahres zweitausendundsechs, ca. vierzehn Uhr.
Ich befand mich noch im Tiefschlaf nach anstrengender Nachtschicht.
Die Schlafzimmertür wurde aufgerissen - trotz eindringlicher Bitte, nicht geweckt zu werden.
Mir bot sich ein besorgniserregender, nicht einzuordnen Anblick, der
jegliche Unmutskundgebung im Keim erstickte.
Das UN-Kind stand tränenüberströmt vor mir. Während die Tränen rannen und die Stimme ihr nicht mehr gehorchte, grinste sie! Um Gottes willen, was ist passiert?
Ich war sofort auf den Beinen, versuchte zu kombinieren. Endlich erhaschte ich einen Wortfetzen, den ich verstehen konnte. "Angenommen" - nun machte das tränenreiche Grinsen Sinn. "Angenommen"- sie ist angenommen!

Sie hat tatsächlich auf Anhieb den Studienplatz bekommen!

Nun brachen auch bei mir alle Dämme. Ich war schon im Bad, riß nochmals die Tür auf und schluchzte in Richtung Küche: "Sekt, im Gemüsefach liegt Sekt, hol den mal raus!"
Auf nüchternen Magen Sekt! Lachen, Tränen, Tanzen, Hopsen und immer wieder in den Armen liegend, konnten wir das Glück nicht fassen. Aber selbst nach dem 4. und 5. Lesen des Schreibens stand es fest: Angenommen!

Und dann, nach dem Abklingen der Euphorie -
begann der Ernst des Lebens!

16
Jan
2007

Ein Kerl wie ein Baum ...

... wenn ich mir die von den letzten Stürmen entwurzelten Bäume in meiner näheren Umgebung ansehe, dann ist das nicht unbedingt ein positives Prädikat für einen Mann!



kleine Daisy mit mannshoher Baumwurzel

15
Jan
2007

man gönnt sich ja sonst nix

und deshalb leiste ich mir jetzt den Luxus eines personal trainers.

Ok - nur als Mitnutzer und auch nur, wenn ich mal keine Nachtschicht habe.
Ok - ich habe ihn auch nie für mich allein, immer ist meine Nachbarin mit dabei, die beiden gibt es nämlich nur als Doppelpack.
Aber dafür ist er völlig kostenlos und fast rund um die Uhr bereit, sein bestes zu geben. Nur morgens kommt er schwer in die Gänge, aber das macht nichts - das Problem habe ich auch.
Also - gebracht hat das Training noch nicht viel. Wahrscheinlich liegt es daran, daß wir anschließend gemeinsam die verbrauchten Reserven wieder auffüllen. Doch eines ist gewiß - frische Luft ist gesund und Lachen auch und es gibt in den Trainingsstunden immer etwas Neues zu entdecken, abgesehen von den vielen Leuten, die man kennenlernt (und die übrigens fast alle einen personal trainer haben).

Ach ja, vielleicht sollte ich meinen Coach mal vorstellen:



Es ist eine Dame. Sie heißt Daisy. Sie ist schon 9 Jahre alt. Sie ist recht klein für ihr Alter. Sie ist immer noch schneller als ich (wenn sie will), was auch kein Wunder ist, denn sie läuft auf vier Beinen und ist eine Westi-Hündin.

Was kam bei dem heutigen Training heraus:
  • zwei rote Nasen,
  • zwei rote Ohren und eine ruinierte Frisur (ich hatte keine Mütze auf)
  • eine leere Packung Oblatenlebkuchen und eine leere Flasche Rotwein
    und der Vorsatz - "Wenn die Pfefferkuchen endlich alle sind, gibt es nur noch Knäckebrot!"
Und was habe ich heute gelernt:
  • Ich weiß jetzt, was passiert, wenn jemand einen Windbeutel aufmacht.
Neugierig?

27
Apr
2006

Warten

Es ist auch so schon spannend genug, mit seiner nesthockenden Tochter zusammen zu leben. Während die tagtägliche Spannung darin liegt, ob der im Flur zwischengelagerte Müll unter ihrer Anleitung den Weg zur Tonne gefunden hat, ob die Zutaten für das Sonntagsmahl während abwesender Wachsamkeit bereits am Samstagabend ihrer Kreativität zum Opfer gefallen sind oder ob es eine erneute ultimative Änderung der Badbesetzungszeiten gibt - ist dies zur Zeit alles nur Pillepalle und ich wäre froh, diesen normalen Zustand erst wieder zu haben.

Der derzeitige Ausnahmezustand läßt mich auf Zehenspitzen laufen, Gedankenlesen zur Perfektion machen und jede Meisterschaft in Geduld gewinnen - warum? SIE befindet sich in der Aufnahmeprüfungsphase für die Fachhochschule ihrer Wahl! Gestern war nun die letzte der Aufnahmeprüfungen und ich wähnte schon das Ende des Ausnahmezustandes - weit gefehlt! Jetzt geht es erst richtig los! Jetzt heißt es:

Warten

Bis die heiß ersehnte Mitteilung endlich im Postkasten sein wird, vergeht noch eine Woche - das bedeutet:
- zentnerweise Schokolade ranschaffen
- täglich zig mal den Briefkasten kontrollieren
- Turnierpackungen Tempos bereitstellen
- himmelhochjauchzend-zutodebetrübt ertragen
und nicht zuletzt auch die eigene Aufregung bewältigen.
Ich erwarte jeden Moment, daß Nachbarn, Freunde und Kollegen mich fragen, wann wir endlich mit diesem Krankheitsbild zum Arzt gehen wollen.
Habe ich auch schon in Erwägung gezogen ... aber dann verpassen wir garantiert den Briefträger ....

24
Apr
2006

Unwetterwarnung

Wenn Blitze Baumkronen spalten,
Regenschauer Bäche füllen,
Sturm durch den Kurpark mäht,
dann ist es zu spät!

> man sollte bei stündlich wiederkehrender Unwetterwarnung
> rechtzeitig Fenster und Türen schließen
> und alles in Sicherheit bringen, was einem lieb und teuer ist!

Angesichts der eintrudelnden Gewittermeldungen im Internet mußte ich gerade wieder daran denken - leztes Jahr im Sommer,
den ganzen Vormittag betete der Radiofritze die Unwetterwarnung mit Schadens- und Schreckensmeldungen herunter, wobei die benannten Ortschaften immer mehr in die Nähe rückten.

Hat mich gaaaaaarDSC01037 nicht interessiert. Hier schien die Sonne, der Frühstückskaffee schmeckte mir so gut wie noch nie auf meinem Balkon. Und da Einbrecher bereits am 13. Februar 2004 bei mir schon alles an mobilen Wertsachen vorsorglich, wenn auch unfreundlicherweise, entfernt hatten, konnte ich auch Fenster und Balkontür getrost offen lassen, wenn ich nicht daheim war.

Als ich dann von der Schicht nach Hause kam, stand für mich fest:
1. meinen Teppich wird mir keiner mehr aus der Wohnung tragen wollen
2. Wasser wird dieses Jahr auch gespart - auf dem Balkon war ja nichts mehr zu bewässern - lag alles im Vorgarten, incl. Kästen.
Abgesehen von den zerfledderten Gardinen und einigen zu tapezierenden Stellen ist aber nicht viel passiert. Interessant war auch, wie gut Laminat Wasser aufsaugt, ich brauchte kaum noch zu wischen. Naja, o.k. der Teppich hat auch gut geschluckt.

Und was habe ich daraus gelernt? Habe ich etwas daraus gelernt?
Klar habe ich! Ich mache alle Fenster zu, wenn ich nur zum Briefkasten gehe ...

19
Apr
2006

Haare in der Dusche!

Seit nunmehr über zwanzig Jahren teile ich mein Wohnung mit meiner nesthockenden Tochter. Das ist sehr schön und macht riesigen Spaß...
Wir teilen fast alles - die Küchenarbeit, das Saubermachen, viele Abende, den Spaß am Leben, mein Konto, den Kühlschrank, sogar mein teures Parfum ...
und das unbändige Lachen, welches uns allerdings bei einer ganz bestimmten Gelegenheit doch immer wieder im Halse stecken bleibt:
Haare in der Dusche! Ständiges Reizthema in diesem Haushalt, Anlaß für unzählige zerstrittene Wochenenden, Wut und Verständnislosigkeit angesichts gezieltem Trampeln auf meiner empfindsamen Seele, Auslöser wahrer Tränenfluten auch im gegnerischen Lager.

Ich hasse Haare in der Dusche und das ist auch der einzige Grund, weshalb ich nicht traurig bin, wenn mein Kind einige Tage außer Haus verbringt.

Doch das Leben belehrte mich eines Besseren. Innerhalb weniger Minuten, selbst bei gründlichem Nachspülen, konnte ich an Fliesen und Duschtasse erneut Haare entdecken. Das gibt es doch gar nicht! Wo kommen die denn jetzt her? Also, noch einmal mit einem Wasserstrahl drüber. Irgendwann gab ich den Kampf auf, verließ resigniert das Bad und beschloss, nie mehr diesen Ort mit Brille aufzusuchen.

Am Boden zerstört, im Geiste meiner Tochter Abbitte leistend, folgte ich kleinen nassen Spuren, die von der Dusche bis zum Lieblingsplatz unseres Katers führten ....
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ich mache doch fernstudium ... immer noch .... pflegedienstleitung.. ..
abendGLUECK - 25. Mrz, 11:47
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na aber sicher lebt sie noch, mußt dir mal den...
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