SANS SOUCI

“Sanssouci haftet wie ein Renoir
Auf meiner Netzhaut
Die Flügelschläge des Frühlings
Greifen unter meine Arme
Erzählen mir vom Dasein
Des Hoffens und Liebens
Ab und zu sehe ich mich um
Und erwarte dich an irgendeiner Ecke
Stehend und auf mich wartend”

(Ferenc/Gedichte)

Sanssouci haftet wie ein Renoir
Auf seiner Netzhaut
Die Flügelschläge des Frühlings
Greifen unter seine Arme
Erzählen ihm vom Dasein
Des Hoffens und Liebens
Ab und zu sieht er sich um ...

Sanssouci. Es liegt etwas Träumerisches in ihren Augen. Wie lange war sie schon nicht mehr hier... wollte auch gar nicht mehr herkommen.
Erlösung und Wehmut halten sich die Waage, wenn sie zurückblickt.
Wartend steht sie am Gartenportal, wie so oft in all den Jahren. Pomona und Flora scheinen ihr zuzureden. Nun geh schon, geh! Worauf wartest du? Sie wagt es. Und sie ist froh, dass sie es gewagt hat.

Sie erinnert sich, wie es war, stellt sich vor, wie es wäre ...
Sie erliegt dem Zauber, sprudelt über, erzählt von damals, als sie noch Elisabeth Christine hieß und von der Runde ausgeschlossen war, die in der Kuppelrotunde des Schlosses tagte und dass Friedrich ihr dafür das Schloss Schönhausen schenkte, sie nach Pankow verbannte.
Sie erzählt von den mehr als zweihundert Jahren danach und dass sie nun Petra Christine heißt und schon längst nicht mehr im Schloss wohnt, nicht einmal in seiner Nähe und dass sie manchmal die Sehnsucht plagt.

Das Gesicht ihm zugewandt geht sie vor ihm, rückwärts. Sie beobachtet ihn, verliert sich in seinen Augen. Er schickt seinen Blick voraus, suchend, als wolle er ihr den Weg ebnen.

Sanssouci haftet wie ein Renoir
auf seiner Netzhaut ...
lichtdurchflutet, heiter, sinnlich.
Ab und zu sieht er sich um ...


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